Das Universum
Die Welt der Äonischen
Sieben Grundgedanken tragen die Welt der Chroniken. Wer sie kennt, liest die Bücher anders: nicht als Kampf zwischen Gut und Böse, sondern als eine lange Übung im Erkennen.
Die dünnen Orte
Die Welt der Chroniken ist nicht überall gleich dicht. Es gibt Stellen, an denen das Hier und das Dahinter einander berühren, sogenannte dünne Orte oder Schwellen. Sie liegen auf einem feinen Netz von Linien durch die Landschaft. An ihnen wird begleitet, wer hinübergeht, damit niemand den letzten Weg allein gehen muss. Ribbeck im Havelland ist ein solcher Ort.
Das Licht und seine Abwesenheit
In dieser Welt gibt es kein Böses als Macht und keinen Fürsten der Finsternis. Es gibt Licht und die Abwesenheit von Licht, eine Leere, die nichts will und nichts plant. Gegen eine Abwesenheit lässt sich nicht kämpfen; sie lässt sich nur füllen. Damit entfällt das vertraute Gut-gegen-Böse-Schema, und an seine Stelle tritt eine andere Frage: wohin sich ein Bewusstsein wendet.
Aus jedem Zerfall wächst neue Form
Die Welt ist weder Zufall noch Plan, sondern ein Vorgang: ein einziges Bewusstsein, das sich selbst zu erkennen sucht. Was gegen diesen Grund handelt, wird nicht bestraft, es scheitert an der eigenen Natur, geduldig und oft über Zeiträume, die länger sind als ein Menschenleben. Und ohne Ausnahme gilt: Aus jedem Zerfall wächst neue Form. Das Chaos ist kein Feind der Ordnung, es ist ihr Rohstoff.
Die Gnade der Vergänglichkeit
Die Sterblichkeit gilt in den Chroniken nicht als Mangel, sondern als Auszeichnung. Weil die Tage gezählt sind, haben sie Gewicht; wer alle Zeit der Welt hat, hat streng genommen keine. Die unsterblichen Wesen der Reihe beneiden die Menschen um genau das, was diese am meisten fürchten. Daher der Titel der Saga: Die Unsterblichkeit der Sterblichkeit.
Der See und das Meer
Eine Seele ist in dieser Welt ein Tropfen des einen Meeres, der fällt, um zu erfahren, was das Meer nicht erfahren kann: allein zu sein. Zwischen der völligen Trennung und der völligen Vereinigung liegt ein Drittes, der See: ein Beisammensein, in dem viele gehalten werden, ohne dass eines erlischt. Dort verliert eine Seele die Angst vor dem Meer, und was ihre Leben angerissen haben, reift nach, wie eine zu früh gepflückte Birne im Stroh. Zwei Merksätze fassen es: Der See ist die Entängstigung des Meeres. Der See ist die Güte des Meeres.
Was ein Äonischer ist
Äonische sind uralte Wesen außerhalb von Zeit und Tod: keine Helden, keine Götter. Sie werfen keinen Schatten und erscheinen jedem als das, was er zu tragen vermag. Weil sie nicht sterben können, haben sie nie ganz gelernt zu leben. Unter ihnen zählt weder Macht noch Alter, sondern allein Selbsterkenntnis, die einzige Währung dieser Welt.
Was bleibt
Über der ganzen Reihe steht eine Frage, die kein Band beantwortet, weil sie nicht zum Beantworten gebaut ist: Was bleibt, wenn man verliert, was man liebt, und selbst nicht gehen kann? Sie ist der stille Kern der Chroniken, und jede Geschichte ist ein Versuch, sie zu leben statt sie zu lösen.
Fragen an die Welt
Was sind die Chroniken des Äonischen?
Die Chroniken des Äonischen sind ein Erzähluniversum von David Vaupel. Kern ist die Reihe »Die Unsterblichkeit der Sterblichkeit«, in der Menelaus, ein Wesen, das nicht sterben kann, einem Chronisten sein langes Leben erzählt. Die Welt spielt an realen Orten in Brandenburg, vor allem in Ribbeck im Havelland.
Was ist ein Äonischer?
Ein Äonischer ist ein uraltes, unsterbliches Wesen, das außerhalb von Zeit und Tod steht. Äonische sind keine Helden und keine Götter, sie können nicht sterben und haben gerade deshalb nie ganz gelernt zu leben. Was unter ihnen zählt, ist nicht Macht oder Alter, sondern Selbsterkenntnis.
Was bedeuten »die Schwelle« und »dünne Orte«?
Dünne Orte oder Schwellen sind Stellen, an denen die Welt durchlässig wird und das Hier und das Dahinter einander berühren. In den Chroniken liegen sie auf einem feinen Netz von Linien durch die Landschaft. Ribbeck im Havelland ist einer dieser Orte.
Gibt es in dieser Welt Gut gegen Böse?
Nein. Die Chroniken kennen keine Dunkelheit als Gegner. Es gibt nur die Abwesenheit von Licht, eine Leere, die man nicht bekämpft, sondern füllt. Der Grundgedanke lautet: aus jedem Zerfall wächst neue Form.
Wo kann man die Welt der Äonischen kennenlernen?
Am Anfang steht der Roman »Das Erwachen« (Band I), gefolgt von »Die lange Nacht« (Band II); »Das gewandelte Licht« (Band III) und »Der Sternenfall« (Band IV) sind angekündigt. Im Browser lässt sich außerdem die kostenlose Spiel-Demo »Die Äonischen« spielen, und wer Fragen an die Welt hat, kann direkt mit Menelaus sprechen.
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