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Das Universum

Die Wesen der Schwelle

Nicht alle, die an den dünnen Orten wohnen, sind äonisch. Südöstlich von Ribbeck, im Spreewald, wo sich die Spree in hundert Fließe teilt, erzählte man sich seit jeher von kleineren Wundern, die blieben, wo die Welt dünn wird.

  • Die Lichtsünner

    Über den Wiesen und im Bruch, wenn der Abend fällt, ziehen Lichter, die niemand trägt. Die Alten sagen, es seien keine Irrlichter, die in die Tiefe locken, sondern der Atem der Schwelle selbst, sichtbar geworden. Wer ihnen nicht folgt, sondern nur zusieht, dem zeigen sie, wo das Hier zu Ende geht.

  • Die Wassermänner

    In den dunklen Fließen des Spreewalds und den stillen Gräben des Bruchs wohnt, was hütet, was hinabsinkt. Man grüßt das Wasser, ehe man von ihm nimmt, und nimmt nicht mehr, als man zurückgeben kann. Es ist kein Schrecken, der dort lebt, sondern ein Maß.

  • Die Stillen im Wald

    Es gibt Wälder, die zu lauschen scheinen, in denen ein Schritt schwerer wiegt als anderswo. Nichts zeigt sich, und doch ist man nicht allein. Wer das spürt und ruhig bleibt, wird vom Ort gehalten statt beobachtet, und geht reicher hinaus, als er kam.

Was sie gemein haben

Keines dieser Wesen ist gut oder böse; sie sind das Wetter der dünnen Orte, weder Freund noch Feind. Sie wollen nichts, als bemerkt zu werden, und verlangen nur, dass man die Schwelle achtet, an der sie wohnen. Wo die Äonischen die großen Fragen tragen, sind diese die kleinen Hüter des Bodens, auf dem die Chroniken spielen.